Herzlich Willkommen bei der Evangelischen Kirchengemeinde Inden-Langerwehe

GEDANKEN zum 10.05.2020 – Cantate

 

Liebe Gemeinde,

 

stellen Sie sich einmal die Situation vor: eine religiöse Gemeinschaft hat keinen Ort, an dem sie sich versammeln können. Der Tempel ist nicht benutzbar. Gemeinschaft ist nicht möglich, die Begegnung mit Gott an einem besonders heiligen Ort geht nicht.

Das kommt Ihnen bekannt vor? Ja, viele Ältere haben das am Ende des 2. Weltkrieges so erlebt, die Kirchen zerstört, der Ort, der Hoffnung schenken will in Schutt und Asche.

Und auch die vergangenen Wochen kommen uns vermutlich in den Sinn. Die Kirche im Dorf muss leer bleiben. Allein ein kleiner Altar vor der Kirche lädt zum persönlichen Gebet ein. Gemeinschaft miteinander und mit Gott geht einfach nicht.

Es grenzt an ein Wunder, so finde ich, dass genau diese Geschichte der Predigttext an diesem Sonntag ist. Die Geschichte des Volkes Israel, das nach langer entbehrlicher Reise durch die Wüste und nach der Besiedlung des Landes Kanaan endlich einen Tempel baut und nun die heilige Bundeslade in den neuen Tempel bringt. Endlich kann richtig Gottesdienst gefeiert werden. Ein besonderer Tag:

 

In der Bibel wird im 2. Buch der Chronik über dieses Fest berichtet:

 

Für diesen Tag hatten sich alle anwesenden Priester auf ihre Aufgabe vorbereitet. Auch die Sänger der Leviten waren gekommen. Sie trugen Gewänder aus feinem weißen Leinen und standen mit Zimbeln, Harfen und Lauten an der Ostseite des Altars. Bei ihnen hatten sich 120 Priester aufgestellt, die auf Trompeten spielten. Zusammen stimmten die Sänger und Musiker ein Loblied für den Herrn an. Begleitet von Trompeten, Zimbeln und anderen Instrumenten sangen sie das Lied:

»Der Herr ist gütig,

seine Gnade hört niemals auf!«

Während sie sangen, verließen die Priester wieder den Tempel, und es kam eine Wolke auf ihn herab. Die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das ganze Haus.

 

Und JA – LIEBE GEMEINDE, der Herr ist gütig, seine Gnade hört niemals auf. Auch wir dürfen uns wieder treffen. Leider nicht mit einem großen Fest, aber doch so, dass wir Gemeinschaft miteinander spüren können, dass wir wieder gemeinsam vor Gott treten können.

Wir haben keinen Trompetenchor, wir haben auch keine 120 Priester, wir können auch kein gemeinsames Loblied anstimmen. Aber wir können zusammen Gottesdienst feiern und darauf vertrauen, dass wir eine Erfahrung miteinander teilen werden: Die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das ganze Haus.

 

Wie stellen Sie sich das vor? Der Herrlichkeit des Herrn im Haus Gottes zu begegnen?

 

Für mich wird es das Herrlichste sein, Ihnen wieder persönlich begegnen zu können. So werde ich die Güte Gottes spüren können.

 

Wo haben Sie in den vergangenen Wochen Gottes Güte spüren können?

 

Und wo brauchen Sie heute, am 10.05.2020 Gottes Gnade?

Ich wünsche mir sehr, dass es uns gemeinsam in Deutschland gelingt, die gemeinsam hart errungenen Erfolge im Kampf mit der Pandemie zu bewahren. Damit sich unsere Gottesdienste auch wieder etwas normalisieren können. Und ich wünsche mir auch, dass uns das Gefühl der Zusammengehörigkeit in dieser Notzeit lange erhalten bleibt. Gemeinsam, oft mit mehr Menschen als sonst üblich, haben wir in der vergangenen Wochen auf diesem Weg über biblische Texte nachgedacht, haben über unsere Beziehung miteinander und mit Gott nachgedacht, und sind uns so doch irgendwie auch unglaublich nahe gewesen. Gemeinschaft, nur virtuell, aber für mich sehr deutlich spürbar. Ich hoffe, dass dies die Erinnerung sein wird, die wir an diese Zeit besonders behalten werden. Die Erinnerung des GEMEINSAM Durchstehens, des MITLEIDENS, der FÜRSORGE.

 

Heute erhalten Sie also zum letzten Mal eine Mail mit gottesdienstlichen Gedanken zum aktuellen Sonntag, oder lesen diesen Text im Schaukasten, vor unserer Kirche, in Ihrem Wohnzimmer oder auf Facebook. Ab dem 17.05.2020 laden wir Sie wieder zu Gottesdiensten in unsere Kirchen ein. Dazu gleich mehr.

 

Vor den weiteren Informationen lassen Sie uns noch einmal zur Ruhe kommen und dankbar beten:

 

Ewiger Gott,

Deine Gnade hört niemals auf.

Manchmal war das in den vergangenen Wochen schwer zu spüren.
Diese Tage und Gedanken legen wir in Deine Hände.

Heute wollen wir Dir danken für Deine Gnade, dass Du uns in diesen schweren Tagen bewahrt hast.

Heute wollen wir Dir danken, dass wir GEMEINSAM diese Notzeit bis hierher durchstehen konnten, und nicht zerbrochen sind.

Heute wollen wir Dir danken, dass nun manches wieder leichter werden wird, MITGEFÜHL und FÜRSORGE wieder leichter gezeigt werden können. Das tut uns so gut und wir sind Dir dafür so dankbar.

Nun machen wir uns wieder auf den Weg zueinander und bitten Dich um Vorsicht und Schutz. Sei du die Kraft, die meine Schritte aufeinander zu lenkt. Bewahre unseren Blick für alle Menschen um uns herum, damit auch in Zukunft die Schwächsten nicht auf der Strecke bleiben.

Danke, noch einmal für Deine Gnade. Und nun mache ich mich auf den Weg in eine neue Woche im Vertrauen auf Dich, Gott, die Fülle des Lebens vor Augen, die lebendige Sehnsucht im Herzen. Amen.

 

 

Liebe Gemeinde,

ich kann nicht genug Worte des Dankes dafür finden, dass Sie diesen schweren Weg gemeinsam mit uns gegangen sind. Für alle Zeichen der Zuwendung, des Dankes, der Unterstützung, für liebevolle Worte und kleine Gesten möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Dies alles hat mir viel Kraft gegeben; und dies darf ich auch für alle Haupt- und Ehrenamtlichen Mitarbeitenden sagen, die Teil des großen Sorgens umeinander gewesen sind – und weiter sein werden.

 

Nun dürfen wir Sie zu Gottesdiensten einladen – allerdings bieten unsere Kirchen nicht viel Platz, um den notwendigen Abstand voneinander halten zu können. Daher bieten wir Ihnen bis zu den Sommerferien jeweils einen Gottesdienst in Inden und einen Gottesdienst in Langerwehe an.

 

Hier die kommenden Gottesdiensttermine:

 

17.05.2020       um 10:00 Uhr in Langerwehe

17.05.2020       um 11:00 Uhr in Inden/Altdorf

 

21.05.2020       um 10:00 Uhr in Eschweiler

 

24.05.2020       um 10:00 Uhr in Langerwehe

24.05.2020       um 11:00 Uhr in Inden/Altdorf

 

31.05.2020       um 10:00 Uhr in Langerwehe

31.05.2020       um 11:00 Uhr in Inden/Altdorf

 

07.06.2020       um 10:00 Uhr in Langerwehe

07.06.2020       um 11:00 Uhr in Inden/Altdorf

 

14.06.2020       um 10:00 Uhr in Langerwehe

14.06.2020       um 11:00 Uhr in Inden/Altdorf

 

21.06.2020       um 10:00 Uhr in Langerwehe

21.06.2020       um 11:00 Uhr in Inden/Altdorf

 

Bitte verstehen Sie, dass wir ein sorgfältiges Hygienekonzept ausarbeiten werden. Dazu gehört gemäß den Vorgaben, dass wir im Gottesdienst nicht gemeinsam singen können. Musik wird es aber natürlich geben.

Wir müssen Sie bitten, im Gottesdienst einen Mund-Nasenschutz zu tragen.

Wir können kein Kirchcafé anbieten.

Wir bitten darum, die Toiletten möglichst nicht zu benutzen.

Und schließlich müssen wir eine Anwesenheitsliste führen, um im Falle von Infektionen bei der Aufklärung der Infektionswege helfen zu können.

 

Mit dem Beginn der neuen Woche endet also unsere „Notzeit“ und wir werden unseren Altar NICHT mehr vor die Kirche stellen und auch das tägliche Läuten einstellen.

 

Das gesamte Team der Evangelischen Kirchengemeinde Inden-Langerwehe freut sich auf die persönliche Begegnung mit Ihnen.

 

Bleiben Sie gesund und behütet und möge Gottes Segen Ihnen in der neuen Woche auf den Fersen sein und Ihr Herz erfüllen,

Ihr Pfr. Daniel Müller Thór


Der Gemeindebrief-

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Der Gemeindebrief stellt eine feste Institution innerhalb der Gemeinde dar und fasst Geschehnisse wie auch Ausblicke neben Kontaktadressen, Ansprechpersonen und weiteren Informationen quartalsweise zusammen. Dieser wird dann von tatkräftigen Helfern frei Haus ausgetragen.
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